Gut zu wissen
Hier findest du kleine Impulse und Antworten auf häufige Fragen rund ums Elternwerden. Zum Nachlesen, zum Nachdenken – und manchmal einfach, um sich verstanden zu fühlen. Wenn du tiefer einsteigen willst, begleiten dich unsere Kurse mit noch mehr Wissen, Ruhe und Herz.
U1–U3 Untersuchungen
Die ersten drei kinderärztlichen Untersuchungen begleiten die ersten Lebenswochen. Dabei werden Reflexe, Gewicht, Hüftstellung und Entwicklung kontrolliert.
Tipp: Schreib dir vorher Fragen auf, die du im Termin ansprechen möchtest – gerade rund ums Stillen, Gewicht oder Schlafverhalten. In unseren Videos zeigen wir dir, was wann gemacht wird.
Unruhe beim Baby
Babys sind nicht immer zufrieden – sie weinen, suchen, lassen sich nicht ablegen. Gründe können Hunger, Nähebedürfnis, Blähungen oder Reizüberflutung sein.
Tipp: Nähe ist meist die Antwort. Tragen, Summen, Wiegen – und tiefes Durchatmen auch für dich. Wenn dein Baby oft schreit, zeig dich damit – du bist nicht allein. Hole dir gerne Stärkung in unseren Videos.
Uterus (Gebärmutter)
Nach der Geburt zieht sich die Gebärmutter zurück – das spürst du manchmal als Nachwehen. Diese Rückbildung ist wichtig und zeigt, dass dein Körper heilt.
Tipp: Stillen unterstützt die Rückbildung über das Hormon Oxytocin. Und: Wärme hilft, wenn die Nachwehen unangenehm sind.
Übelkeit in der Schwangerschaft
Ein häufiges erstes Anzeichen – meist morgens, manchmal ganztags. Häufig zwischen der 6. und 12. Woche.
Tipp: Kleine Mahlzeiten, Ingwer, Zitronenwasser oder Akupressurbänder können helfen. Und wenn’s zu heftig wird: bitte ärztlich begleiten lassen.
Verstopfung nach der Geburt
Viele Wöchnerinnen haben anfangs Angst vorm ersten Stuhlgang – oder es geht einfach nicht richtig los.
Tipp: Viel trinken, ballaststoffreiche Ernährung, Bewegung und Wärme helfen. Keine Scham – deine Hebamme kennt gute Hausmittel.
Vorzeitige Wehen
Wenn vor der 37. Woche Wehen auftreten, die den Muttermund beeinflussen, spricht man von vorzeitigen Wehen.
Tipp: Nimm das ernst – Ruhe, Wärme und ärztliche Rücksprache sind wichtig. Stress reduzieren hilft oft mehr, als man denkt.
Verarbeitung der Geburt
Geburten sind intensiv – auch wenn alles „gut gelaufen“ ist. Bilder, Gefühle oder offene Fragen dürfen Raum bekommen.
Tipp: Sprich mit deiner Hebamme, schreibe auf, was dich bewegt. Und ja: Auch Papas und Partner:innen brauchen manchmal Hilfe beim Sortieren.
Vertrauensaufbau zum Baby
Bindung wächst. Sie braucht Nähe, Reaktion und Zeit – keine Perfektion.
Tipp: Du darfst lernen, dein Baby zu verstehen. Jeder Blick, jede Berührung stärkt eure Verbindung. Vertrauen kommt nicht auf Knopfdruck – sondern im Miteinander.
Wochenbett
Die ersten 6–8 Wochen nach der Geburt dienen der Heilung, dem Ankommen und dem Start ins Familienleben. Körperlich und seelisch passiert in dieser Zeit unglaublich viel.
Tipp: Reduziere Termine, lagere Hilfe statt Besuch ein und gönn dir Rückzug. In unseren Videos geben wir dir eine klare Orientierung für diese besondere Zeit. Viele anregungen gibt es in unseren KUrsen. Schau doch mal rein!
Warum schreit mein Baby?
Babys schreien – manchmal viel, manchmal ohne erkennbaren Grund. Sie haben keine andere Möglichkeit, sich mitzuteilen. Hunger, Nähebedürfnis, Reizüberflutung, Müdigkeit oder Schmerzen – all das kann hinter dem Weinen stecken.
Tipp: Du musst es nicht immer „lösen“. Halten, tragen, da sein – das allein ist oft genug. Und: Hilfe holen ist stark, nicht schwach. Frag auch nach einer Schreiambulanz in deiner Nähe.
Wehenschreiber
Der Wehenschreiber – auch CTG genannt – misst gleichzeitig die Herztöne des Babys und die Wehentätigkeit. Er wird in der Schwangerschaft oder unter der Geburt eingesetzt, um das Befinden deines Babys zu überwachen.
Tipp: CTGs sind eine gute Ergänzung, ersetzen aber nicht das genaue Hinspüren. Du darfst jederzeit Fragen stellen – und auch nach Pausen oder Positionswechseln bitten, wenn es unbequem wird.
Wochenfluss (Lochien)
Nach der Geburt reinigt sich die Gebärmutter über den Wochenfluss – er verändert im Verlauf Farbe und Konsistenz.
Tipp: Verwende keine Tampons, sondern weiche, atmungsaktive Binden. Achte auf Geruch und Menge – bei Unsicherheit: Hebamme fragen!
Wundheilung nach der Geburt
Ob Dammriss, Kaiserschnittnarbe oder einfach gespannte Haut – Heilung braucht Geduld, Ruhe und ein bisschen Pflege.
Tipp: Lüften! Und innerlich: Sanft mit dir sein. Wenn du mehr brauchst dann schau dir unsere Videos an.
Wochenbettliste
Eine Wochenbettliste hilft dir, schon vor der Geburt alles Wichtige für die ersten Tage mit Baby parat zu haben – körperlich, emotional und organisatorisch.
Tipp: Denk nicht nur an Binden, Still-BHs und Snacks – sondern auch an Wohlfühlkleidung, ein gutes Buch, Telefonnummern für Hilfe und Dinge, die dich nähren. Deine Liste darf auch „Ruhe“ und „Besuch absagen dürfen“ enthalten.
Wunder Po
Ein geröteter oder wunder Windelbereich kommt bei Babys häufig vor – z. B. nach Stuhlgang, Zahnen oder bei empfindlicher Haut.
Tipp:
- Windel regelmäßig wechseln
- Po mit klarem Wasser reinigen, gut trocknen lassen
- Luftbaden hilft!
- Bei Rötung naturbelassenes Öl (z. B. Mandelöl) oder Heilwolle – aber nicht auf offene Stellen
- Bei offenen Stellen: Schwarztee, Eichenrinde oder Rücksprache mit Hebamme/Kinderarzt
Wickeln & Pflege
Der Windelbereich ist empfindlich – bei falscher Pflege kann es schnell zu Rötungen kommen.
Tipp: Sanft reinigen mit warmem Wasser, gut abtrocknen, Luft ranlassen. Mandelöl statt Zinksalbe – und unsere Videos zeigen dir das Wickeln achtsam & alltagstauglich.
Wärmeanwendungen im Wochenbett
Wärme entspannt, unterstützt Rückbildung und hilft bei Nachwehen oder Stillproblemen.
Tipp: Wärmflasche, warmes Öl, Kirschkernkissen – nutz, was dir guttut. Und gönn dir täglich kleine Wohlfühlrituale.
X-Chromosomen
Bei Fragen rund um Vererbung und Geschlecht wird das X-Chromosom manchmal thematisiert – besonders bei genetischer Beratung oder pränataler Diagnostik.
Tipp: Wenn ihr euch mit Genetik beschäftigt, lasst euch gut und sensibel beraten. Es gibt keine falschen Fragen.